Hefei entwickelt sich zunehmend zu einem bedeutenden Zentrum für Technologie und Innovation. Diesen zukunftsgerichteten Geist greift die IGS auf und bringt ihn mit ihrem Computing and Robotics Club direkt auf den Campus. Als eines der zentralen Angebote im STEAM-Bereich steht der Club exemplarisch für das Bestreben der Schule, zeitgemässe Bildung mit Kreativität, Entdeckerfreude und fachlicher Tiefe zu verbinden. Dabei vereint die IGS deutsche Bildungsansprüche mit einer internationalen Perspektive und schafft Lernräume, in denen Kinder und Jugendliche Neues erproben, gestalten und weiterdenken können.
Mehr als nur Programmieren: Denken lernen mit Technologie
Der Computing and Robotics Club ist weit mehr als ein Ort, an dem technische Fertigkeiten vermittelt werden. Er ist ein lebendiger Lernraum, in dem die Lernenden forschend, kreativ und mit viel Freude arbeiten. Digitale Technologien dienen dabei nicht nur als Werkzeug, sondern als Ausgangspunkt für entdeckendes STEAM-Lernen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Ausprobieren, praktisches Arbeiten und die Freude daran, Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.
Dieser Ansatz entspricht auch der pädagogischen Haltung der leitenden Lehrkraft Jenalyn Manalo Yerro. Für sie geht es im Informatikunterricht nicht allein darum, Programmieren zu beherrschen. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, logisch zu denken, Probleme strukturiert anzugehen und auch bei Herausforderungen dranzubleiben.


Unter ihrer Anleitung erwerben sie wichtige digitale Kompetenzen und stärken zugleich ihre Teamfähigkeit, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihr selbstständiges Arbeiten. So entwickeln sie sich nicht nur fachlich weiter, sondern wachsen auch in ihrer Persönlichkeit.
Lernen im Kontext einer innovationsstarken Stadt
Die dynamische Entwicklung Hefeis im Bereich moderner Technologien und Hightech-Industrien bietet der IGS einen besonders inspirierenden Kontext. Die Schule nutzt diese Impulse, um den Lernenden einen möglichst lebensnahen Zugang zu technologischen Themen zu eröffnen und sie frühzeitig für Zukunftsfragen zu sensibilisieren.


Ein besonders anschauliches Beispiel dafür war die Einführung eines Roboterhundes im Kindergarten der IGS. Schon die jüngsten Kinder konnten auf diese Weise erste spielerische Erfahrungen mit Technologie sammeln. Sie beobachteten, wie sich der Roboter bewegte, ihn um Hindernisse herum steuern und mit ihm interagieren.
Auf diese Weise wurde Technik nicht abstrakt vermittelt, sondern als etwas Erlebbares und Faszinierendes erfahrbar gemacht. Genau darin zeigt sich auch Ms Yerros Grundgedanke: Kinder sollen der digitalen Welt nicht mit Distanz begegnen, sondern mit Neugier, Offenheit und Freude.


Auch im Computing and Robotics Club steht das praktische Tun im Mittelpunkt. Die Lernenden bauen unter anderem LEGO-Roboter, konstruieren Rennwagen und Motorräder und arbeiten an weiteren handlungsorientierten Projekten. Dabei geht es nicht nur um das fertige Produkt, sondern vor allem um den Weg dorthin.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, Lösungen zu entwickeln, Umwege auszuhalten, Ideen anzupassen und Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen. Solche Erfahrungen stärken Fähigkeiten, die weit über den Technikbereich hinausreichen und auch für den weiteren Bildungsweg von großer Bedeutung sind.
Zusammenarbeit, Ausdauer und der produktive Umgang mit Fehlern
Gerade im technischen Arbeiten gehört es dazu, dass nicht alles auf Anhieb gelingt. Sensoren funktionieren nicht wie geplant, Konstruktionen müssen überarbeitet werden oder ein Programm läuft zunächst nicht. Im Computing and Robotics Club lernen die Kinder und Jugendlichen, solche Momente nicht als Rückschlag, sondern als Teil des Lernprozesses zu begreifen. Ms Yerro bringt diesen Gedanken mit einem Satz auf den Punkt: „Failure is just the first step towards figuring things out.“
Wenn Schwierigkeiten auftreten, suchen die Lernenden gemeinsam nach Lösungen, tauschen sich aus und unterstützen einander. Genau darin zeigt sich eine wesentliche Stärke des Clubs: Technologie wird hier nicht isoliert gelernt, sondern in einem Miteinander, das Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und Ausdauer fördert. Gleichzeitig wird deutlich, was STEAM im Kern ausmacht: Wissen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen, um reale Herausforderungen kreativ und reflektiert zu bewältigen.
Auf diese Weise ist eine Lernkultur entstanden, in der Neugier ausdrücklich erwünscht ist, Fehler ihren Platz haben und Fortschritt oft gerade dann sichtbar wird, wenn Schülerinnen und Schüler bereit sind, Neues auszuprobieren und gemeinsam weiterzudenken.



Von ersten Begegnungen mit dem Roboterhund im Kindergarten bis hin zu anspruchsvolleren Projekten im Computing and Robotics Club entwickelt die IGS Schritt für Schritt einen ganzheitlichen Zugang zu technologiebezogenem Lernen. In einer Stadt wie Hefei, die in besonderer Weise für Aufbruch und Innovation steht, eröffnet die Schule ihren Lernenden damit wertvolle Möglichkeiten, zentrale Kompetenzen in den Bereichen Science, Technology, Engineering, Art und Mathematics zu entwickeln.
Jede neue Erfahrung, jede Idee und jedes gelöste Problem ist dabei ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. So begleitet die IGS ihre Lernenden auf dem Weg zu weltoffenen, reflektierten und handlungsfähigen jungen Menschen, die sowohl lokal verwurzelt als auch international ausgerichtet sind und die mit Kreativität, Wissen und Zuversicht den Herausforderungen von morgen begegnen können.