Am 15. Mai 2025 hat die International German School Hefei ihren ersten offiziellen International Day nicht einfach nur gefeiert — sie hat ihn gelebt. Was sich entfaltete, war kein Festival aus Essensständen und Flaggen, sondern ein ganzer Tag kultureller Vertiefung — ein Tag, an dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Gäste voneinander lernten, gemeinsam spielten, gemeinsam wetteiferten und mit einem tieferen Verständnis für die Welt und die Menschen, mit denen wir sie teilen, nach Hause gingen.
Zug der Nationen
Der Morgen begann mit Bewegung, Farbe und Musik. Schülerinnen, Schüler und Eltern kleideten sich, um entweder ihr Herkunftsland oder ein Land, das ihnen am Herzen liegt, zu vertreten und marschierten gemeinsam durch die Schule. Manche Kostüme wurden wochenlang vorbereitet, andere liebevoll in der Nacht zuvor zusammengestellt. Kinder gingen neben Eltern, Eltern neben Lehrkräften — alle für einen Moment geeint im Zug der Nationen.



Mehr als Essen — Echte kulturelle Begegnung
Insgesamt 11 Kulturen waren vertreten: die Philippinen, Australien, Indonesien, Vietnam, Peru, Deutschland, Südafrika und China — dazu zwei Gaststände für Mexiko und die Türkei, die von Elternfreiwilligen betreut wurden. Was diesen Tag besonders machte, war nicht, was auf den Tischen lag, sondern was rund um sie herum geschah.



Jeder Stand repräsentierte das Heimatland einer Lehrkraft der Schule und machte damit jeden Winkel der Feier zu einem Akt echter persönlicher Offenbarung. Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen kulturellen Hintergründen unterstützten Stände, die nicht ihre eigene Kultur widerspiegelten. Sie traten dabei aus ihrer eigenen Identität heraus, lernten eine andere Kultur kennen und entdeckten dabei, was sie verbindet. An jedem Stand luden Aktivitäten, Spiele und Quizfragen die Gäste dazu ein, aktiv teilzunehmen, Fragen zu stellen und mit neuem Wissen nach Hause zu gehen.




Der Nachmittag: Meisterschaften unserer Häuser
Der Geist des Internationalen Tages setzte sich nahtlos in den Nachmittag fort, als House Cheetahs, House W.L.Fs und House Kitsunes in einem sportlichen Wettbewerb gegeneinander antraten: Menschen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Hintergründen, die Seite an Seite kämpften und anfeuerten.
Seilspringen

Den Auftakt machte das Seilspringen in Einzel- und Gruppenwertung — mit Anforderungen an Rhythmus, Koordination und Mut. So wie der Zug die Nationen im Geiste zusammenbrachte, brachte das Seilspringen die Häuser im Takt zusammen.
Chon gewusst? Seilspringen hat alte Wurzeln in Ägypten, China und bei indigenen Gemeinschaften auf mehreren Kontinenten — es verbindet Kulturen so wie unsere Stände: durch gemeinsame Bewegung.
Volleyball

Spannende Ballwechsel, die Jubel von den Rängen entlockten, und Momente, die einmal mehr zeigten, warum Mannschaftssport weltweit so geliebt wird. Wie die Stände am Morgen funktioniert auch Volleyball nur, wenn alle ihren Teil beitragen.
Schon gewusst? Volleyball gehört heute zu den meistgespielten Sportarten weltweit und ist besonders in Südostasien sehr beliebt — auch auf den Philippinen, einer der heute gefeierten Kulturen.
Handball

Schnell, körperbetont und voller Energie — Handball brachte eine ausgesprochen europäische Note in den Nachmittag, passend für eine Schule mit deutschen Wurzeln. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten schnelles Denken und schnelles Passen in gleichem Maße.
Schon gewusst? Als eine der beliebtesten Sportarten Deutschlands — neben Fußball — und fester Bestandteil der Olympischen Spiele passt Handball mit seinem Teamgeist perfekt zu einem Tag, der feiert, wie viel mehr wir gemeinsam erreichen.
Tauziehen

Keine Meisterschaft ist vollständig ohne Tauziehen. Und dieses hatte eine besondere Note: unsere Lehrkräfte machten mit. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte am selben Seil war vielleicht das treffendste Bild des ganzen Tages: eine Schulgemeinschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, alle auf derselben Seite.
Schon gewusst? Tauziehen war von 1900 bis 1920 eine offizielle olympische Disziplin und hat alte Wurzeln in China, Ägypten und Indien.
Alle als Sieger

Den Abschluss bildete eine Preisverleihung, die nicht die Podiumsplatzierten ehrte, sondern alle Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Eltern, die dabei waren und ihren Teil beigetragen haben. Die wertvollsten Preise des Tages waren jedoch schwer greifbar: das Gelernte an einem Stand, der von jemandem aus einem anderen Hintergrund betreut wurde, der Handschlag nach einem hart erkämpften Spiel, das Gespräch, das eine Quizfrage ins Rollen brachte, die niemand zu beantworten erwartet hatte.
Diese Dinge nahmen alle mit nach Hause. In diesem Sinne gingen alle als Sieger nach Hause.
Vielen Dank an alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Gäste, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war.
Bis zum nächsten Jahr.

