+86 (551) 6812 6900

NACHRICHTEN

Aufnahme in den IGS Kindergarten: Keine Deutsch- oder Englischkenntnisse erforderlich

Viele Eltern, die sich für den Kindergarten der International German School Hefei interessieren, stellen sich zwei Fragen: Muss mein Kind bereits Deutsch oder Englisch sprechen, um aufgenommen zu werden? Und wird es Kindern ohne vorherige Sprachkenntnisse schwerfallen, sich in einer mehrsprachigen Umgebung einzuleben?

In diesem Q&A erfahren Sie mehr über unser trilinguales Sprachkonzept und darüber, wie Kinder bei uns Sprachen im Alltag lernen und entwickeln.

Q1: Sind Deutsch-oder Englischkenntnisse für die Aufnahme in den IGS Kindergarten erforderlich?

Nein.

Q2: Wie sind Deutsch, Englisch und Chinesisch im IGS Kindergarten organisiert?

Deutsch, Englisch und Chinesisch sind feste Bestandteile unseres trilingualen Programms und spielen jeweils eine wichtige Rolle im pädagogischen Alltag der Kinder.

Deutsch und Englisch bilden den Kern unseres Immersionskonzepts und sind durch Routinen, Freispiel und Lernaktivitäten in den gesamten Kindergartenalltag integriert.Chinesisch wird als ergänzendes Sprachprogramm von einer spezialisierten Chinesischlehrkraft angeboten und macht etwa 20 % der wöchentlichen Lernzeit aus.

Q3: Wie lernen Kinder bei uns konkret Sprachen?

· Sprache durch Alltagserfahrungen

Kinder lernen Sprache nicht hauptsächlich durch Vokabellisten, Grammatikübungen oder isolierte Sprachlektionen. Stattdessen ist Sprache unmittelbar mit dem verbunden, was sie im Laufe des Tages tun und erleben.

Die Pädagoginnen und Pädagogen begleiten Routinen, das Spiel, die Zeit im Freien, Projekte und Geschichten ganz natürlich sprachlich. Gestik, Mimik, Gegenstände, Handlungen, Wiederholungen und der situative Kontext helfen den Kindern, Bedeutung zu verstehen und Sprache zunehmend sicher zu entwickeln.

· Eine Person – eine Sprache

Jede Lehrkraft spricht konsequent ihre Muttersprache mit den Kindern und bietet ihnen damit ein klares und verlässliches sprachliches Vorbild.

Diese Beständigkeit hilft den Kindern, die verschiedenen Sprachen zunehmend einzuordnen und zu verstehen, dass unterschiedliche Menschen mit ihnen unterschiedliche Sprachen sprechen. Das Verständnis entsteht dabei ganz natürlich und ermöglicht den Kindern, eine direkte Verbindung zur jeweiligen Sprache aufzubauen, anstatt auf Übersetzungen angewiesen zu sein.

· Das „Papageien Prinzip“

Alltagssituationen werden kontinuierlich durch natürliche Sprache in vollständigen Sätzen begleitet. Nach dem „Papageien Prinzip“ greifen die Pädagoginnen und Pädagogen auf, was sie selbst und die Kinder gerade tun, wiederholen wichtige Wörter und erweitern diese sprachlich. So wird jede Alltagssituation zu einer Möglichkeit für bedeutungsvollen sprachlichen Input.

Wenn ein Kind beispielsweise seine Schuhe anzieht, benennt die Lehrkraft die Gegenstände, beschreibt die Handlung des Kindes, wiederholt passende Ausdrücke und ergänzt einfache Fragen oder Kommentare. Solche sprachlichen Muster werden in ähnlichen Situationen und über den Tag hinweg immer wieder aufgegriffen.

Durch die regelmäßige Begegnung mit Sprache in vertrauten und sinnvollen Situationen entwickeln die Kinder zunehmend ein Gefühl für Wörter, Satzstrukturen und Ausdrucksweisen. Mit der Zeit beginnen sie, diese Sprache selbstständig in ähnlichen Situationen zu verwenden.

· Sprachenlernen durch Spiel und Projekte

Sprachentwicklung ist in alle Bereiche des Kindergartenalltags integriert. Beim Spielen, Forschen und Entdecken entwickeln Kinder ganz selbstverständlich ihre kommunikativen Fähigkeiten.

Sprache findet dabei nicht getrennt vom Lernen statt. Sie ist eines der wichtigsten Werkzeuge, mit denen Kinder ihre Umwelt erkunden, Zusammenhänge verstehen und ihre Gedanken ausdrücken. Durch das gemeinsame Erleben wird Sprache dabei ganz natürlich Teil des Lernprozesses.

· Voneinander lernen

Eine besondere Stärke unserer mehrsprachigen Umgebung ist, dass Kinder nicht nur von den Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch voneinander lernen.

Unsere Gemeinschaft umfasst Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen. Im Kontakt miteinander wechseln sie ganz natürlich zwischen Sprachen und entdecken unterschiedliche Wege, sich auszudrücken und gegenseitig zu verstehen.

Auch unsere altersgemischten Gruppen unterstützen diesen Prozess. Jüngere Kinder können von älteren Kindern komplexere sprachliche Ausdrucksweisen übernehmen, während ältere Kinder lernen, ihre Sprache anzupassen, Ideen zu vereinfachen und anderen etwas zu erklären.

Durch diese täglichen Interaktionen entwickeln die Kinder wichtige kommunikative Fähigkeiten: zuzuhören, zu verstehen und Sprache an unterschiedliche Gesprächspartner anzupassen. In unserer mehrsprachigen und altersgemischten Umgebung lernen Kinder aktiv miteinander und voneinander.

Q4: Zusätzliche Sprachförderung

· Wie ist sie organisiert?

Die zusätzliche Sprachförderung ergänzt, aber ersetzt nicht unser Immersionskonzept. Sie bietet Kindern extra Möglichkeit, Wortschatz und kommunikative Fähigkeiten zu vertiefen und mehr Sicherheit in Deutsch, Englisch oder Chinesisch zu entwickeln.

Im Kindergarten erhalten die Kinder zwei zusätzliche Sprachförderstunden pro Woche. Diese können auf verschiedene Sprachen aufgeteilt oder in derselben Sprache genutzt werden. Ein Kind kann beispielsweise eine Stunde Deutsch und eine Stunde Englisch erhalten oder beide Stunden in derselben Sprache.

· Ist die zusätzliche Sprachförderung kostenpflichtig?

Nein.

Die zusätzliche Sprachförderung ist im regulären Kindergarten- und Pre-Kindergarten-Programm enthalten und mit keinen zusätzlichen Kosten für die Familien verbunden.

Sie ist ein fester Bestandteil unseres gesamten Sprachkonzepts und bietet Kindern zusätzliche Möglichkeiten, ihre sprachlichen Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln.